Vom 16. Jahrhundert bis heute
Die Geschichte unserer Gegend erzählt den langen und schweren
Weg, um Glaubensfreiheit und Frieden zu erhalten. Die Jahrhunderte vom
Beginn der Reformation an (16. Jahrhundert), während der
Gegenreformation und des Widerstandes, die Zeit der Verfolgung und der
Flucht ins Ausland (17. und 18. Jahrhundert) prägen die
Tarnberge und ihre Bevölkerung.
Die Hauptausstellung durchwandert die Jahrhunderte und weist
unaufhörlich auf die große Bedeutung der Bibel im
protestantischen Glauben hin. Die Einladung über vergangene
und aktuelle Religionskriege, über Toleranz und
Glaubensfreiheit nachzudenken ist unmissverständlich.
Jedes Jahr wird zusätzlich eine Sonderausstellung unter einem
gewissen Thema erarbeitet und ausgestellt.
Während der Sommermonaten werden die Führungen von
Geschichtsstudenten angeboten. In der übrigen Zeit werden die
ehrenamtlichen Mitarbeiter zu Museumsführern.
Der Besucher kann zwei Eindrücke mitnehmen: Kleine
ländliche Kirchengemeinden, die sich der
französischen Reformierten Kirche anschließen und
anpassen und doch immer eine Besonderheit bleiben werden.
Verankert im Granit und in ihrer Geschichte der
„Wüstenzeit“ erscheinen diese Gemeinden
zurückgezogen und verschlossen. Dieser Eindruck steht aber in
völligem Widerspruch zur Realität: Ein reges
geistiges Leben und Wirken, eine erfolgreiche Industrialisierung und
gelebte Toleranz im aktiven Widerstand während des zweiten
Weltkrieges veranschaulichen deutlich wie Geschichte Spuren
hinterlässt – noch heute.
So haben die Tarnberge neben den Cevennen und der Hochebene von Chambon
sur Lignon einen ebenso wichtigen Platz im Kampf um die Freiheit!
Freiheit, die zuerst als Glaubens- und Gewissensfreiheit entstehen
musste.
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